Winterempfang der Pflegezwangskammer Niedersachsen abgesagt.

 

Peinlich: AfD politisch Anständiger als die Grünen / Kammeroberen mit üblichem Realitätsverlust

 

»Pflegekräfte erpressen und dann die Kohle mit den politischen Gönnern verfressen.« So in etwa könnte man formulieren, was bei dem Empfang der Pflegezwangskammer so ablaufen würde.

 

Empfänge dieser Art sind im Kammerland üblich. Indem man seine politischen Postenbeschaffer hofiert und füttert, hält man sich diese geschmeidig und gewogen. Gleichzeitig kann man dann seine vermeintliche Wichtigkeit darstellen. Folglich trifft die Politik da natürlich nur auf gewogene Speichellecker. Nach Außen hin kann man so schön behaupten, man habe mit dem Berufsstand gesprochen. Ein gewinnbringendes Blendwerk zur Selbstbeweihräucherung und um die »Bevölkerung« für dumm zu verkaufen. Eine zentrale Aufgabe dieser Veranstaltungen.

 

Diesmal ist das Vorhaben nicht aufgegangen.

 

Fast alle Parteien haben die Teilnahme an diesem Winterempfang abgesagt. Einzig die Grünen zeigten Unverständnis für die Absage der anderen Fraktionen und hätten sich vom Geld der Pflegekräfte kulinarisch verwöhnen lassen. Besonders peinlich dabei: Selbst die AfD hat die Teilnahme abgesagt und damit mehr politischen Anstand gezeigt als die sonst so oberlehrerhaften Grünen.

 

Der grüne Landtagsabgeordnete Stefan Wenzel kritisierte sogar die andern Fraktionen, dass sie das »große Fressen« ausfallen lassen. Schließlich hätten sie die Zwangskammer ja selbst mit eingerichtet.

Soweit stimmt das auch. Dabei scheint der Grüne die seit Monaten anhaltenden Demonstrationen gegen die Pflegekammer nicht wahrgenommen zu haben. Hat er überhaupt mitbekommen, was in seinem Land läuft?

 

Die Teilnahme an Empfängen der anderen Kammern ist im Prinzip nichts anderes. Auch hier lassen es sich die Teilnehmer auf Kosten der abkassierten Betroffenen gut gehen. Ebenfalls in politisch angeordneten Organisationen die von den Betroffenen nicht legitimiert sind und dies durch unterirdische Wahlergebnisse im einstelligen Bereich bestätigen. Moralisch ist das keinen Deut besser.

 

Ganz freiwillig war die Absage nämlich nicht. Bereits im Vorfeld haben mehrere Gruppen Demonstrationen bei diesem Empfang angekündigt. Mit der Frage »ob es den Schmecke«, hätte man den Parteien und den Kämmerlingen vor Augen geführt, dass hier gerade von den Pflegekräften erpresste Zwangsgelder »kulinarisch umgesetzt« werden. Und das vor einer ebenfalls anwesenden Presse, die die seit fast einem Jahr andauernden Proteste gegen die rot-schwarz-grüne Pflegezwangskammer begleitet. Das Image der Parteien beim Thema ist zu recht merklich angekratzt. Da wollen diese weiteren Schaden vermeiden.

 

Die Demonstrationen sollen trotzdem stattfinden. Ich kann mich vor den Kolleginnen und Kollegen in Niedersachsen nur tief verneigen, für ihr Engagement und ihr Durchhaltevermögen.

 

Ein mitleidiges Lächeln kann man natürlich der Zwangskammerpräsidentin und DBfK-Frau Sandra Mehmecke entgegenbringen. Diese hat sich enttäuscht gezeigt, dass die Politik mit der Absage der Pflege die notwendige Wertschätzung nicht entgegenbringt. Seit wann vertritt den die künstliche Berufsbildverwaltung die Pflege? Sie vertritt als politisch angeordnete Zwangsorganisation nicht einmal die ihr zugewiesen Pflegekräfte.

 

Umgekehrt wäre es richtig. Durch die Absage hat die Politik (außer den Grünen) zum ersten mal unfreiwillig den exam. Pflegekräften eine Wertschätzung entgegengebracht. Denn sie hat damit einer Organisation den Rücken gekehrt, die gerade dabei ist bei zehn Tausende Pflegekräften unter Androhung juristischer Übergriffe Zwangsgelder abzupressen und erheblichen Schaden am Berufsstand anrichtet. Aber das kann die Zwangskammerpräsidentin und DBfK-Frau Mehmecke natürlich nicht erfassen. Sie glaubt tatsächlich, dass sie bzw. ihre künstliche Zwangsverwaltung irgendeine wichtige Rolle spielt. Da kann sie vor Wut noch so schäumen. Hier scheint sie eine Realitätsverweigerung zu haben, wie man sie sonst bei Diktatoren findet. Sie erkennt nicht, dass sie selbst den größten Schaden am Berufsstand Pflege repräsentiert, der in Deutschland jemals angerichtet wurde.

 

                                                                                   

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