Rheinland-Pfalz: Das Geld wird eingetrieben


Die Pfälzer Zwangskammer verschickt mal wieder Post an die betroffenen Pflegekräfte. Diesmal sind es die Beitragsaufforderungen, die von der leitenden Bürokraft Anja Kistler kommen.
Nachdem die Zwangskämmerlinge und Freizeitfunktionäre sich großzügige Aufwandsentschädigungen gesichert haben, muss das dafür benötigte Geld nun eingetrieben werden. Dazu haben die Politiker ihnen das Recht gegeben.

 

Ein Tipp dazu:

 

Einer Kammer gibt man keine Abbuchungserlaubnis! Das macht man bei der GEZ (oder wie die jetzt heißt) üblicherweise auch nicht. Einen Zugriff auf Euer Konto solltet Ihr nur Personen / Organisationen erteilen, denen Ihr vertraut. Bei einer Beitragserhöhung können die Kämmerlinge sich dann nicht einfach an Eurem Konto bedienen. Man kann Abbuchung zwar zurückholen, aber evtl. handelt Ihr Euch damit unnötigen Ärger ein. Kammern werden jede Möglichkeit nutzen, kritische Geister mit markigen Worten und juristisch klingenden Texten unter Druck zu setzen. Geldeintreiben ist eine langjährige Kernkompetenz aller Zwangskammern in Deutschland. Wer gut drauf ist, bittet die Zwangskammer höflich auf eine jährliche Rechnung zu senden. Das werden die vermutlich nicht machen, aber damit müssen die Bürokräfte Euch zumindest noch einmal einen Brief schicken. Und falls die Verwaltungskräfte das nicht selbstständig machen, verlangt Ihr natürlich für jede Überweisung eine ordentliche Beitragsbescheinigung, die Ihr beim Finanzamt einreichen könnt.

Auf jede Überweisung schreibt man den Hinweis »Zahlung unter Vorbehalt« in das Feld »Verwendungszweck«. Das ist juristisch nicht unbedingt ergiebig, aber man weiß nie, was noch kommt.


Ein bisschen wie die Katerstimmung nach dem Brexit.

Diese Bescheide verursachten noch einmal einen großen Eingang von Nachfragen im Postfach dieser Seite. Jetzt wird vielen klar, dass es hier richtig um Geld geht. Und viele begreifen erst jetzt, dass dies nur der Anfang ist. Wenn die Zwangskammer erst einmal anfängt Geld auszugeben, eine Bundespflegekammer obendrauf gesetzt wird und die Pflichtfortbildungen kommen usw., dann wird es noch mal teurer.

Das es so weit gekommen ist, ist leider dem Umstand geschuldet, dass sich kaum jemand für das Thema interessiert hat – bis es politisch zur Realität wurde. Ich vergleiche das gerne mit dem Brexit. Dort sind viele, gerade junge Menschen erst aufgewacht, nachdem das Kind in den Brunnen gefallen ist. Und jetzt ist die Panik groß aber der Schaden manifest. Für die Kritiker war es sehr frustrierend bei den Demos als kleine Gruppe dazustehen und deshalb nicht ernst genommen zu werden. Siehe auch: Erneute Demo gegen die Pflegekammer

Engagement gegen den Zwang, kritisches Hinterfragen, was das für Organisationen und vor allem was das für Personen sind, die hinter dem Kammerzwang stehen? Viel zu oft: Fehlanzeige.

Waren »Katzenvideos« wichtiger?