Rheinland-Pfalz: 240 € Ordnungsgeld gegen Pflegekräfte

 

Große Klappe und nichts dahinter. Von der Feigheit der Kämmerlinge mit offenem Visier zu kämpfen. Niemand der Pflegekräften eine Wertschätzung entgegenbringt, erpresst von diesen Zwangsgelder.

 

 

240€ Mahnung PK RLP

 

Die Pflegezwangskammer Rheinland-Pfalz verschickt jetzt Ordnungsgeldbescheide in Höhe von 240 € gegen Pflegekräfte, die sich nicht haben registrieren lassen. Es geht eben doch nur mit Gewalt, wenn man sich das sauer verdiente Geld der Pflegekräfte in die eigene Tasche umleiten lassen will. Damit ist die Pfälzer Pflegekammer als Vorreiter in Deutschland am nächsten Tiefpunkt ihrer Existenz angekommen. Die Repräsentanten der Pflegeberufe müssen die Personen, die sie unbedingt repräsentieren möchten, mit Gewalt zur »Mitgliedschaft« zwingen, weil sie dies durch Inhalte und einen Wert und Nutzen nicht schaffen. Natürlich spart man nicht damit, die Opfer durch die Androhung juristischer Übergriffe einzuschüchtern.

 

Wie selbstverständlich werden den Betroffenen weitere wirtschaftliche Schäden zufügt, indem man eine beglaubigte Kopie der Urkunde anfordert und den Versand per Einschreiben empfiehlt. Ebenfalls Kosten, die den Pflegekräften ohne eine Gegenleistung zugemutet werden. Und evtl. sogar eine Ungleichbehandlung. Warum braucht man eine offiziell beglaubigte Kopie, wenn bei der Einrichtung der Kammer irgendwelche »Freizeitkämmerlinge« diese Kopien bestätigen konnten

 

Einen besonderen Charakterzug der Zwangskämmerlinge kann man aus den versendeten Schreiben entnehmen. Sie sind schlicht und ergreifend kleine Feiglinge. Während sonst die Kämmerlinge nicht müde werden ihr Gesicht in die Öffentlichkeit zu tragen und dabei ihre vermeintliche Wichtigkeit in die Medien zu bringen, sind sie beim Eintreiben der Zwangsgelder und beim verhängen von Ordnungsgeldern extrem zugeknöpft.

Schaut man sich die Schreiben an, so fehlt dort jede Form des Ansprechpartners. Die E-Mail ist eine neutrale Info-Adresse. Kein Verantwortlicher wird in diesem Schreiben erwähnt. Als Unterschrift steht nur »Ihre Landespflegekammer«. Ihre? Die der Pflegekräfte ganz bestimmt nicht.

 

Wo sind hier die »Gernegroße« und »Möchtegernwichtigtuer« der Kammer. Zu Feige, um mit offenem Visier zu kämpfen? Wenn es ums Füllen der eigenen Tasche geht, versteckt man sich hinter Gesetzen und Formalien? Im Prinzip kann man das verstehen. Jeder Kämmerling weiß, sollte er einmal ernsthaft krank werden, dann müsste er seine Opfer um Hilfe bitten. Das verspricht keine rosige Zukunft. Dafür muss man allerdings kein Mitleid haben. Wer in einer Zwangskammer »arbeitet« weiß das und nimmt das in Kauf.

 

Das man damit der Attraktivität der Pflegeberufe einen Bärendienst erweist ist den Kämmerlingen, aber auch den verantwortlichen Politkern bewusst. Vor der Einrichtung dieser Kammer gab es in Deutschland bereits rund 320 Zwangskammern, die mit genau denselben Methoden gegen die Betroffenen vorgehen. Jeder Politiker, der dieser Kammer zugestimmt hat, hat sich ganz bewusst dafür entschieden, so mit den Pflegekräften umzugehen. Hier geht es nicht um die Aufwertung eines Berufsstandes, sondern ausschließlich im Geld, Macht und Posten – persönliche Bereicherung und Gewinnmaximierung mit politischer Hilfe und nicht zuletzt um einen politischen Maulkorb für die Pflegeberufe. Niemand der Pflegekräften eine Wertschätzung entgegenbringt, erpresst von diesen Zwangsgelder oder richtet eine Organisation ein, die genau das tut. Und wenn diese Personen sich in ihrer Arroganz gegenüber den Pflegekräften auch noch als »Kollegen« bezeichnen, da illustriert das bestenfalls deren Charakter.

 

Kolleginnen und Kollegen zocken kein Geld von Kolleginnen und Kollegen ab.