Niedersachsen: Die Treibjagd auf die Pflegekräfte hat begonnen

 

Die rot-grüne Pflegezwangskammer Niedersachsen hat die Treibjagd auf die Pflegekräfte begonnen. Eigentlich hätten sich alle der geschätzt 70.000 Betroffenen bis Ende 2017 zwangsregistrieren lassen müssen. Laut Bericht des NDR haben das aber nur rund ein Siebtel der Pflegekräfte getan. Demnach sind noch bis zu 60.000 Pflegekräfte der Aufforderung nicht nachgekommen. So etwas nennt man Abstimmung mit den Füßen. Wie in Rheinland-Pfalz darf man diese Kammer ebenfalls nicht als von den Pflegekräften getragen bezeichnen. Es ist eigentlich unfassbar, wie die Mitglieder von SPD und Grünen derart ignorant und missachtend gegenüber den Pflegekräften in Niedersachsen auftreten können.

 

Statt Unterstützung, Entlastung und Förderung der exam. Pflegekräfte, treten SPD und Grüne diesen Berufsstand mit den Füßen.

 

Trotzdem will die Gründungskonferenz der rot-grünen Pflegezwangskammer an den im Frühjahr angesetzten Wahlen festhalten. Es zeichnet sich ein ähnliches Fiasko wie bei der pfälzischen Pflegezwangskammer ab. Wahlen ohne ein komplettes »Wahlvolk«, ohne Auftrag durch die Betroffenen sowieso. Eine schallende Ohrfeige für die »Pflegewichtigtuer« und Besserwisser von den Pflegeverbänden und den selbst ernannten Pflegeräten und natürlich eine gewaltige Ohrfeige für die dafür verantwortliche Politik. Auch das wird an den Politkern abperlen, denn diese staatliche Gewalt gegen Pflegekräfte ist in fast ganz Deutschland, insbesondere dank Grünen und SPD, »en vogue«.

 

Man darf bezweifeln, dass die aktuelle schwarz-rote Landesregierung in Niedersachsen überhaupt erkennen will, welchen Schaden am Berufsstand Pflege sie hier vorsätzlich verursacht.

 

Das die Wut der Pflegekräfte auf diese künstlich geschaffene Verwaltungseinrichtung groß ist, erkennt man an den vielen E-Mails, die pflegekammer-stoppen.de zu dem Thema aus Niedersachsen erreichen. Pikant auch, selbst einige Leiter von Pflegeeinrichtungen haben erst von der Pflegekammer erfahren, nachdem sie zur Herausgabe der Arbeitnehmerdaten aufgefordert wurden, und haben bei uns um Rat gefragt. Das lässt auf eine mangelnde Information der Betroffenen schließen. Demnach dürfte auch diese Zwangskammer wieder eher hinter dem Rücken der Betroffene eingerichtet worden sein.

 

Verärgert zeigten sich auch einige Leiter von Einrichtungen, dass sie per Gesetz gezwungen wurden, die Daten ihres Personals herauszugeben. Die Arbeitgeber haben mit der Zwangskammer nichts zu tun, werden aber missbraucht um an die Daten der Betroffenen zu kommen. Schließlich soll kein Opfer wie in Rheinland-Pfalz durch das Netz der Kammerschergen rutschen können.

 

 

Die Informationsveranstaltungen der Zwangskammer sind mäßig besucht. Verständlich, warum soll man Veranstaltungen von einem Club besuchen, den man, wen es ihn nicht gäbe, gar nicht vermissen würde. Wer sich den Beitrag des NDR ansieht, erkennt, dass die Kämmerlinge mit richtig »großkotziger« Arroganz gegenüber den Betroffenen auftreten. Die Berufstheoretikerin träumt von irgendwelchen Dingen, die sie glaubt »Entwickeln zu müssen« und ihr Sidekick (wichtig weil Headset!) erklärt, dass es in fünf Jahren ganz normal ist, die Kammer zu finanzieren.

 

Damit umschreibt er elegant das Ziel der Kämmerlinge. Geld per Gesetz statt durch eine beauftragte Leistung. Und gleich heuchelt er hinterher, er sei ja auch von der Kammer betroffen. Er ist nicht »betroffen« von der Zwangskammer, er ist ein der Personen, die dafür verantwortlich sind. Er und seine »Kollegin« haben das Ziel, Geld von den exam. Pflegekräfte zu erpressen um sich dieses in die eigene Tasche umleiten zu können. Er und seine »Kollegin« sind nicht Betroffene oder Opfer, sind die Täter.