Porto zahlt Empfänger? - besser nicht!

 

Es ist höchst fragwürdig, dass die Einwendungen nicht durch eine neutrale Stelle erfasst werden, sondern direkt in die Hände der Personen gelangen, die alles haben, nur garantiert kein Interesse an einem Widerspruch.

 

Der Gründungssausschuss der (grün-schwarzen) Pflegekammer Baden-Württemberg legt seiner Registrierungsinformation einen Freiumschlag bei. Damit soll eine Einwendung an den Ausschuss zurückgeschickt werden.

Das ist natürlich sehr bequem und kostet nichts, wenn man den Freiumschlag benutzt. Genau darin kann die Tücke liegen.

Porto zahlt Empfänger - besser nicht!

Im Gründungsausschuss sitzen nur Leute, die kein Interesse daran haben, einen Einspruch von euch zu erhalten. Wenn ihr nun den bequemen Weg der Freiumschläge nutzt, habt ihr keinen Nachweis, dass euer Schreiben überhaupt angekommen ist. Die Einwendung kann einfach unter den Tisch fallen. Im Nachhinein habt ihr keine Chance, eure Einwendung durchzusetzen, weil die Zeit so knapp ist.

Aus meiner langjährigen Erfahrung kann ich euch nur sagen: Traut den Leuten, die in den Zwangskammern und hinter den Zwangskammern sitzen nicht einen Mikrometer. Egal, was sie sagen, egal, welche Behauptungen sie aufstellen. In den Kammern geht es um lukrative Posten, um viel Geld (aus unseren Taschen), um Macht und vor allem werden Profilneurosen ausgelebt. Meine Erfahrung ist: Diesen Leuten ist alles recht, was ihnen einen Vorteil verschafft.

 

Auch wenn es ein paar Euro kostet. Verschickt den Umschlag auf jeden Fall per Einschreiben, am besten mit Rückschein. Diese Kosten sind nichts im Vergleich zu den Kosten, die mit einer Zwangskammer jährlich auf euch zukommen. Behaltet sowohl den Einlieferungsschein als auch die Empfangsbestätigung. Wenn es die Empfangsbestätigung nur noch online gibt, druckt sie aus.


Macht Kopien von allen Dokumenten, die ihr ausgefüllt habt und die ihr an die Kammer schickt! Ihr müsst im Fall der Fälle nachweisen können, dass die Einwendung rechtzeitig abgeschickt wurde und dass diese auch angekommen ist. Mit einem Freiumschlag und »Porto zahlt Empfänger« geht das nicht.

Wenn ihr in den Umschlag auch noch eine Auskunftsanforderung zur Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) legt, dann beginnt die Frist von vier Wochen für die Kämmerlinge ab dem Tag zu laufen, an dem die Anfrage angekommen ist! Den Nachweis braucht ihr auch in diesem Fall.

 

Die künftige Existenz einer politisch verordneten Zwangsorganisation »Pflegekammer Baden-Württemberg« ist den Mitgliedern der meisten Pflegeverbände sowie den Mitgliedern der Grünen und CDU zu verdanken.

 

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