Baden-Württemberg Umfrage: Es stinkt nach grünem Betrug

 

Wir haben alle Personen gefragt, die unserer Meinung sind.

 

Mit einer überwältigenden Mehrheit haben alle Personen die unserer Meinung sind bestätigt, dass unsere Meinung richtig ist. Daher fühlen wir uns darin bestätigt, dass unsere Meinung die richtige ist.

 

Überraschung!

 

So oder so ähnlich kann man die Zielsetzung der Umfrage in Baden-Württemberg beschreiben.

 

Seit Anfang Februar 2018 gehen über ein Umfrageinstitut Briefe an verschiedene Einrichtungen heraus, die von diesem Institut angeblich repräsentativ zur Befragung von Pflegekräften ausgewählt worden sind. Abgeschlossen soll die Umfrage gegen Ende März, Anfang April 2018 sein. Das Ergebnis dürfte bereits feststehen.

 

Das die grüne Landesregierung zusammen mit der CDU und der SPD gar kein Interesse an einer echten Meinungserhebung haben, haben die Mitglieder der Parteien schon bei ihren vorausgegangenen Diskussionen zu erkennen gegeben. Mit Kritikern spricht man nicht, also gibt es keine Kritik. Eine totalitäre Arroganz, die man insbesondere bei den Grünen inzwischen bundesweit beobachten kann. SPD und CDU laufen diesem Charakter eifrig hinterher. Die Anbiederung in die Kreise der Zwangskammerinitiatoren ist kaum zu übersehen.

 

Die Umfrage in Baden-Württemberg darf man guten Gewissens als Fake-Umfrage bezeichnen.

 

Wer hier glaubt, es gehe um eine ernsthafte Ermittlung eines Meinungsbildes, der dürfte sich mit dem Thema und Vorgängen in anderen Bundesländern nicht beschäftigt haben. Man kann davon ausgehen, dass das Ergebnis bereits jetzt feststeht. Es geht nur darum, wie man es ausschmückt um sich dann damit zu profilieren.

 

Von den Schätzungsweise 90.000-100.000 exam. Pflegekräften sollen gerade einmal 1500 befragt werden. Das sind nicht einmal 2%!

 

Mit bis zu 100.000 Betroffenen würde die Baden-Württembergische Pflegezwangskammer die größte in Deutschland. Das man nur eine so geringe Anzahl von Pflegekräften befragt, wird mit den Kosten der Umfrage begründet. Bedenkt man nun, dass die exam. Pflegekräfte in Baden-Württemberg künftig 9-12 Millionen Euro jährlich alleine für die Zwangsbeiträge aus ihrem sauer verdienten Geld aufbringen müssen, darf man diese Aussage einfach nur als Frechheit betrachten. Wenn es angeblich am Geld liegt, dann sieht man, dass den Politikern die exam. Pflegekräfte überhaupt nichts wert sind und es nur um einen politischen Maulkorb geht. Mit dieser geringen Zahl möchte man einfach steuern, dass nur die Personen befragt werden, die auch der politischen Linie entsprechen. Damit reihen sich der grüne Sozialminister Manfred Lucha, seine grüne Staatssekretärin Bärbl Milich und die ehemalige SPD-Sozialministerin und Pflegelehrerin Katrin Altpeter ein, in den Zug der selbstherrlichen Politiker, die Politik nur zum eigenen und zum Vorteil ihrer Lobbyisten machen.

Niemand weiß, welche Einrichtungen für die Befragung ausgesucht werden und vor allem wie sichergestellt wird, dass auch die endgültige Auswahl der Befragten nicht z.B. durch Vorgesetzte geschieht. Hier ist schließlich eine Schnittstelle, an der zwischen Befürwortern und Gegnern kontrolliert entschieden werden kann.

 

Gestern bei der PDL 

Als besondere Dreingabe werden auch Pflegeschüler befragt. Schüler können nicht zwangsverkammert werden, aber man »möchte auch die Meinung der künftigen Pflegekräfte haben«. Dabei wird die Meinung der Schüler nur als Vorwand genutzt. Es ist ein offenes Geheimnis, dass die Schülerinnen und Schüler der Pflegeschulen schon seit Jahren von den Pflegelehrern indoktriniert werden. Auch bei mir haben sich inzwischen ehemalige Schüler gemeldet, die mir beschrieben haben, wie in den Pflegeschulen zu Unterschriften für eine Pflegekammer bewegt wurden und wie mangelhaft, einseitig bis falsch die Aufklärung über die Kammer war. In Stuttgart wurden diese Umtriebe von den Jugendvertretern von verdi berichtet. Die Politik weiß ganz genau, was da läuft. Genau deswegen will man diese Stimmen der »auf Linie« gebrachten Schüler bei der Umfrage nicht missen. Schließlich werden die Pflegeschulen und z.B. auch der DBfK als Anbieter einer Fachzeitschrift und von Fortbildungsveranstaltungen, die größten wirtschaftlichen Nutznießer der Pflichtfortbildungen.

 

Interessant ist auch, dass sehr viele Pflegekräfte immer noch nicht wissen, was da auf sie zukommt und das es eine solche Umfrage überhaupt gibt. An Aufklärung und neutraler Information, wie man es von anständigen demokratischen Volksvertretern erwarten würde, mangelt es überall.

 

pflegekammer-stoppen.de hat zusammen mit dem bffk e.V. einen klaren Forderungskatalog an die Landesregierung geschickt. Wie man es von den Stuttgarter Politkern erwarten konnte, wurde dieser ignoriert.

 

Ehrlich oder manipulativ?

 

Ob der Fragebogen neutral oder manipulativ ist, wird sich zeigen. Die Buschfunk meldet da einiges. Am leichtesten erkennt man es daran: Wenn die elementare Frage nach einer freiwilligen Mitgliedschaft oder Pflichtmitgliedschaft nicht gestellt wird, dann kann man diese Befragung als manipuliert bewerten. Denn Kammern kann man sehr wohl auf freiwilliger Basis einrichten und damit ist nicht das bayerische Modell gemeint. Gibt man diese Auswahl erst gar nicht und fragt dann noch nach der Zufriedenheit im Beruf, dann hat man schon die passende Stimmung für die Zielsetzung der Befragung. Erzählt man dann noch etwas von Interessenvertretungen und starker Stimme (beides ist und hat eine Kammer nicht) dann ist klar, welches Ergebnis herauskommen soll und wird.

 

»Gewalt gegen Pflegekräfte« als politisches Ziel

 

Diese Befragung dient nur dazu, damit sich die selbst ernannten Pflegeräte und die Politik ihre Tricksereien schönreden und zum Schein legitimieren können. Man kann sich jetzt schon vorstellen, wie die Sprüche von der »überwältigenden Mehrheit und Zustimmung« den künftigen Nutznießern und persönlichen Vorteilnehmern über die Lippen gehen. Eine Pseudolegitimation um die exam. Pflegekräfte unter Androhung von juristischen Übergriffen abzukassieren.

 

Theoretisch ist natürlich möglich, dass das Ergebnis auch in eine andere Richtung geht und ich würde mich gerne Lügen strafen lassen, wenn dem so wäre. Aber wer sich aktuell die Falschheit aller Politiker (getragen von den dazugehörigen Parteimitgliedern) schon bei den Verhandlungen auf Bundesebene ansieht (»GroKo«), wer sich die selbstsüchtigen Wichtigtuer der Pflegeverbände und der selbst ernannten Pflegeräte ansieht, der weiß, von diesen Personen ist nichts Ehrliches zu erwarten. Mit einem Blick in den Stuttgarter Landtag sieht es da nicht besser aus. Es geht nur um Geld, Macht und Posten.

 

Das ist grün-rot-schwarze Pippi-Langstrumpf-Politik:

»Ich mach' mir die Welt - widdewidde wie sie mir gefällt ...«