Auffällig viele haben keine Post bekommen. Berechtigte Zweifel?

 

Es ist schon merkwürdig. Zu mir kommen immer mehr Betroffene, die eigentlich Post vom Gründungsausschuss hätten bekommen müssen. Nicht dass sie besonders scharf darauf sind, von diesen Personen belästigt zu werden, aber damit sie eine Einwendung abschicken können, benötigen sie eben die entsprechenden Unterlagen. Keine Unterlagen, keine Einwendung. Immerhin heißt es doch, dass inzwischen über 120.000 Personen angeschrieben wurden. Damit mehr als man ursprünglich erwartet hatte. Wo sind denn dann die ganzen Personen, die keine Post bekommen haben? Vor allem, warum haben sie keine Post bekommen?

 

Merkwürdig ist auch, dass unter den »Postlosen« auch eine Reihe von Personen sind, die korrekt an den Gründungsausschuss gemeldet wurden. Wenn ein Datensatz an die Kämmerlinge geschickt wurde und nur ein Teil der darin befindlichen Personen Post bekommen hat, dann kann man anfangen zu spekulieren.

 

Es macht ein sicher nicht unbegründeter Verdacht die Runde: Könnte es sein, dass das Quorum da in politisch angenehme Bahnen gelenkt werden soll?

 

Ich wurde stutzig, als ich alleine an einem einzelnen Tag drei Anfragen aus den eigenen Reihen bekommen habe, von Personen, die keine Post bekommen haben. Wenn ich jetzt alle Anfragen auf die Zahl der bei uns beschäftigten examinierten Pflegekräfte hochrechne, komme ich schnell auf einen zweistelligen Prozentsatz, der leer ausgegangen ist.

 

Da im Quorum alle, die keine Einwendung schicken, als »zustimmende Personen« gewertet werden, könnte ein solcher Prozentsatz das Quorum durchaus, sagen wir, »demokratisch korrigieren«. Dazu kommt noch, dass es keinen glaubwürdigen oder nachweisbaren Versand- bzw. Zustellnachweis für die Briefe gibt. Die wurden mit der ganz normalen Post geschickt. Ob die wirklich angekommen sind, kann nur vermutet werden. Jeder kann behaupten, einen Brief auf die Reise geschickt zu haben.

 

Schaut man jetzt, mit welcher totalitären Arroganz Herr Lucha über Kritik wegbügelt (das macht er nicht nur bei diesem Thema so), dann darf man schon Zweifel an der Glaubwürdigkeit des Verfahrens haben. Fakt ist, die Grünen haben zu keiner Zeit ein Interesse an einer glaubwürdigen Befragung der Pflegekräfte gehabt. Die grüne Landtagsabgeordnete Petra Krebs (Wahlkreis Wangen), eine glühende Verfechterin dieser Gewalt gegen uns Pflegekräfte, hat mir gegenüber schon vor längerer Zeit geäußert, dass keine weitere Befragung von Pflegekräften nach der »Umfrage« von 2018 geplant ist. Damit erscheint das Quorum noch einmal in einem ganz anderen Licht.

 

Und dass das Quorum über die Personen im Gründungsausschuss läuft, lässt noch mehr Raum für Spekulation. Denn alle, die da drin sitzen, wollen sich unter Androhung von juristischen Übergriffen an unserem sauer verdienten Geld vergreifen. Wollen uns gängeln, reglementieren und schikanieren können. Wollen am Millionengeschäft Zwangsfortbildung partizipieren. Wollen ihre Profilneurosen ausleben und ihren politischen Postenbeschaffern und Gönnern gefügig sein.

 

Neutral sieht anders aus. Demokratie auch. Das ist Grün-Schwarz in Baden-Württemberg. Ja, das Ganze ist natürlich eine Spekulation. Aber die Erfahrung mit den Kämmerlingen und der dahinter stehenden Politik rückt das durchaus in den Bereich des Möglichen.

 

 

Die künftige Existenz einer politisch verordneten Zwangsorganisation »Pflegekammer Baden-Württemberg« ist den Mitgliedern der meisten Pflegeverbände sowie den Mitgliedern der Grünen und CDU zu verdanken.

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